Wieviel Schlaf braucht mein Baby
„Schlaf, Kindlein, schlaf!“
Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Diese Zeit ist für unsere Erholung und unsere Gesundheit von großer Bedeutung. Und unser Gehirn findet dann die Zeit, das Erlebte zu verarbeiten und sich zu regenerieren. Für das Baby ist der erholsame Schlaf noch viel wichtiger als für einen Erwachsenen. Aber in vielen Fällen ist es für das Baby gar nicht so einfach, einzuschlafen oder einige Stunden gut durchzuschlafen.
Schlafbedürfnis – ganz verschieden
Für Babys ist gesunder Schlaf lebensnotwendig. Denn im Schlaf wächst nicht nur der gesamte Körper, auch das kindliche Gehirn reift in dieser Ruhephase heran. Wenn es dem Baby nicht gelingt, zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen, dann reagiert es unzufrieden und quengelig. Und seine Eltern sind auch unzufrieden und reagieren gestresst. So wird der Nicht-Schlaf zum Problem für Mama und Papa.
Sicher ist das Schlafbedürfnis von Kind zu Kind verschieden, aber es gibt dafür bezogen auf das Alter Durchschnittswerte.
Alter Schlafstunden
1 Woche 15 – 20 Stunden
1 Monat 17
3 Monate 16
6 Monate 15
9 Monate 14
12 Monate Knapp 14
(Tabelle entnommen: Das große GU Babybuch, Gräfe und Unzer (2005))
Nehmen Sie diese Tabelle nur als Anhaltspunkt. Vielleicht hält sich Ihr Kind an die Statistik. Oder Sie haben ein Baby, das mit mehr Schlaf gut auskommt und dann in seinen wachen Phasen auch aufmerksam und ausgeschlafen ist.
Der Schlaf des Neugeborenen
Ihr Baby ist zwar geboren aber vieles in seinem Verhalten erinnert noch an die Zeit im Mutterleib. Dort hat es immer geschlafen, wenn es wollte. Es gab keinen Tag-Nacht-Rhythmus. Die gut 17 Stunden Schlaf, die ein Neugeborenes braucht, verteilt es sich auf die 24 Stunden des Tages. Wenn es Hunger verspürt, wird es wach. Trinkt und wird versorgt und schläft wieder ein. Erst nach einigen Monaten lernt das Baby, zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden und das Verhalten danach zu orientieren. Der Schlafanteil in der Nacht nimmt dann zu und das Baby ist häufiger am Tag wach.
Mit 6 Monaten
Mit etwa 6 Monaten können Babys 11 Stunden am Stück schlafen, ohne vom Hunger geweckt zu werden. Diese 11 Stunden Nachtschlaf hält das Baby dann bei bis es etwa 5 Jahre alt ist. Den Schlaf, den Babys darüber hinaus noch benötigen, holen sie sich am Tag in Form von 2 Stunden am Vor- und Nachmittag. Gönnen Sie Ihrem Kind diese Nickerchen und achten Sie darauf, dass diese Zeiten nicht verschoben werden. So verschiebt sich auch der Schlafrhythmus nicht.
Für einen guten Schlaf
Es gibt eine ganze Menge Faktoren, die den Schlaf Ihres Babys beeinflussen – in positiver oder in negativer Hinsicht. Wichtig ist ein kindgerechter Schlafplatz in der Wohnung, an dem auch die notwendige Ruhe herrscht. Dort findet dann das Baby die Spiel- und Schmusesachen jeweils vor, die ihm das Einschlafen erleichtern. Versuchen Sie die Zeit vor dem Zubettgehen ruhig zu gestalten. Keine lauten und hektischen Spiele mehr! Alles schön ruhig und gelassen! Ihr Baby schläft am besten ein und gut durch, wenn es sich sicher und geborgen fühlt. Es muss wissen, dass seine Eltern da sind, wenn es sie braucht. Auch in der Nacht, wenn es aus einem Traum aufwacht, weint oder Hunger hat, braucht es seine vertrauten Bezugspersonen, die dann zu ihm kommen, es trösten oder ihm etwas zu trinken geben.
Ein fester Rhythmus
Babys haben feste Zeiten und schätzen vertraute Abläufe. Und benötigen diese auch als festen Halt in ihrem Leben, in dem ja alles neu und ungewohnt ist. Ein Baby, das weiß, was gerade „auf dem Programm steht“ und was dann folgt, fühlt sich sicherer und ist entspannter. Denn es erlebt keine Überraschungen, die es erschrecken könnten. Das gilt auch für das allabendliche Zubettgeh-Ritual. Halten Sie sich an eine feste Zeit. Und legen Sie sich einen Ablauf fest, an dem sich das Baby gewöhnen kann. Dann weiß es einfach, dass nach dem Bad am Abend der Weg in’s Bettchen folgt. Und ist darauf vorbereitet.
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