Schütteltrauma. Schütteln – streng verboten!

Jeder denkt beim Thema Kindesmisshandlung zuerst an Begriffe wie Prügelstrafe, sexueller Missbrauch oder Vernachlässigung, die zu schweren Schädigungen des Kindes führen können. Weit weniger bekannt ist die Tatsache, dass auch das heftige Schütteln eines Kleinkindes keine harmlose "erzieherische Maßnahme" darstellt, sondern zu schweren Hirnschädigungen mit möglichen Langzeitfolgen, in einigen Fällen auch zum Tode führen kann.

Was ist ein Schütteltrauma?
Die schweren Schädigungen und Verletzungen, die ein Säugling nach heftigem Schütteln davontragen kann, werden unter dem Begriff Schütteltrauma zusammengefasst. Heftiges Schütteln eines Säuglings entspringt meistens einer unbeherrschten Reaktion der betreuenden Person, die das unruhige oder schreiende Kind ruhig stellen möchte. Säuglinge oder Kleinkinder werden dabei an der Brust oder den Oberarmen gepackt und heftig vor und zurück geschüttelt. Während ein solches Verhalten bei Erwachsenen zu geringen Schädigungen führt, ist das Verletzungsrisiko bei Säuglingen und Kleinkindern sehr hoch. Im Gegensatz zu Erwachsenen haben Kleinkinder nämlich einen relativ zu ihrem kleinen Körper größeren und schwereren Kopf, verfügen aber nicht über ausreichend ausgebildete Nacken- und Rückenmuskeln, um den Kopf bei heftigen Bewegungen stabilisieren zu können. Wie bei einem ganz starken Stoss wird der Kopf dabei von einer Extremposition zur anderen hin und her gerissen. Gefäßabrisse im Kopf mit Hirnblutung, aber auch Hirnquetschungen können die fatale Folge sein.

Säuglinge besonders gefährdet!
Von einem Schütteltrauma sind typischerweise Säuglinge mit einem Durchschnittsalter von 5 Monaten betroffen. Das Verhältnis von Jungen zu Mädchen beträgt 3:2. Die Täter sind in 3?4 der Fälle Männer. In 50 % der Fälle können die leiblichen Eltern, in je 17 % der Partner der Mutter oder der Babysitter als Verursacher ermittelt werden. Die Dunkelziffer dieser Form der Kindesmisshandlung dürfte sehr hoch sein, da zum einen die Kinder nicht immer dem Arzt vorgestellt werden, zum anderen das Krankheitsbild auch unter Medizinern nur ungenügend bekannt ist.

Verdacht auf Schütteltrauma muss immer dann aufkommen, wenn bei einem Säugling oder Kleinkind Krampfanfälle, eingeschränktes Bewusstsein, vorgewölbte oder leicht verschobene Schädelknochen als Ausdruck eines erhöhten Hirndrucks und vorübergehende Atemstillstände auftreten.

Diese Symptome kommen nicht ausschließlich nach Schütteltrauma vor. Sie können auch Ausdruck einer Hirnhautentzündung oder allgemeinen Infektion des Organismus sein. Natürlich müssen auch Unfälle anderer Art bedacht werden. Zusätzlich nachweisbare Blutergüsse an Oberarmen oder Brust des Kindes oder ein schwieriges soziales Umfeld mit überforderten Eltern oder Betreuungspersonen können weitere wichtige Hinweise auf den möglichen Tathergang ergeben.

Traurige Zahlen
Ein Viertel der so misshandelten Kinder stirbt innerhalb von Tagen bis Wochen nach dem Trauma. Daneben sind aber auch schwerwiegende Langzeitschädigungen des Gehirns in bis zu 75 % der Fälle bekannt. In einigen Fällen treten die Schädigungen erst im weiteren Laufe des Lebens, zum Beispiel während der Schulzeit als Lernschwäche zutage. Im nachhinein ist es dabei oft schwierig, einen Zusammenhang zwischen geistigen und körperlichen Behinderungen und einem Schütteltrauma im Säuglingsalter herzustellen.

Aufklärung wichtig!
Wie bei jeder anderen Form der Kindesmisshandlung besteht die wesentliche Vorbeugung darin, durch Aufklärungsarbeit darüber zu informieren, welche schweren, lebenslangen Folgeschäden eine Gewaltausübung im frühkindlichen Alter nach sich zieht. Um physische und psychische Gewalt gegenüber Kindern, gerade, auch die scheinbar „harmlosen“ wie das Schütteltrauma, zu verhindern, ist es notwendig, überforderten Eltern und Betreuern Hilfe anzubieten, bevor es zu spät ist. Denn die Täter handeln oftmals aus Überforderung und brauchen selbst Hilfe. Nach einer Kriminalstatistik sterben in unserem Land jedes Jahr etwa 30 Kinder aufgrund des Schüttelsyndroms. Die Dunkelziffer liegt aber wahrscheinlich sehr viel höher.

Körpertemperatur

Was bedeutet Körpertemperatur?
Beim gesunden Menschen liegt die normale Körperkern-Temperatur zwischen 35,8 und 37,2 °C . Übliche Messpunkte sind der Mund, die Achselhöhle oder der After. Die Extremitäten und die oberen Gewebeschichten des Körpers können geringere Temperaturen aufweisen. Moderne Messgeräte (Pyrometer) erlauben auch die sekundenschnelle, berührungslose Messung im Ohr.

Normale Schwankungen
Die Körpertemperatur beim Menschen schwankt über den Tag hinweg in engen Grenzen: Nachts liegt sie tiefer als tagsüber; bei körperlicher Aktivität steigt sie um bis zu zwei Grad Celsius. Die normale Schwankung während des Tages weist typischerweise ein morgendliches Minimum (rektal etwa 36,5 °C) und ein Maximum am Nachmittag (rektal 37,8 °C) auf. Während des Schlafs stellt sich etwa um 2 Uhr nachts ein Minimum (über die gesamten 24 Stunden gesehen) ein; die Temperatur steigt dann bereits vor dem Erwachen wieder leicht an.

Bei Frauen schwankt die Temperatur auch über den monatlichen Zyklus hin um etwa ein halbes Grad. Auch während der Schwangerschaft liegt die Körpertemperatur etwa um ein halbes Grad höher.

Die Regulierung der Körpertemperatur
Der Körper versucht, die Solltemperatur im Körperkern so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Zum Beispiel indem die Wärmeabgabe durch geringere Durchblutung von Haut und Extremitäten reduziert (bei Kälte) oder durch verstärkte Durchblutung und Schwitzen (bei Hitze) erhöht wird. Das gelingt dem Baby kurz nach Geburt noch nicht fehlerfrei. Der Grund dafür liegt in den noch nicht komplett arbeitenden Schweiß-Drüsen.

Das Neugeborene und seine Körpertemperatur
In Ihrem Bauch hatte sich Ihr Baby um nichts selbst kümmern müssen. Es hatte immer genug zu trinken und zu essen und nie war ihm zu kalt oder zu warm. Und dann kommt es auf die Welt und kann vieles noch nicht selbst. Der kindliche Organismus kann auch noch nicht so gut, seine Köpertemperatur selbst regulieren. Das Baby kann so ganz leicht auskühlen oder sich überhitzen. Deshalb müssen seine Eltern auf seine Körpertemperatur achten. Sie müssen aber jetzt nicht fortwährend die Temperatur Ihres Babys messen. Das können Sie ganz einfach bei jedem Wickeln machen: Fühlen Sie, ob sich die Haut zu kühl oder zum Beispiel im Nacken zu warm anfühlt. Haut sollte rosig aussehen und sich warm anfühlen, wobei die Händchen ruhig kühler sein dürfen.

Welche Temperatur sollte Ihr Baby haben?
Am genauesten ermitteln Sie die Körpertemperatur Ihres kleinen Schatzes im Po (rektal). Die dort gemessene Temperatur sollte zwischen 36,5 Grad uns 37,3 Grad C liegen. Am besten Sie besorgen sich ein spezielles digitales Baby-Fieberthermometer. Damit geht es schnell und zuverlässig.

Eine Wärmequelle beim Wickeln
Der kleine Körper kann leicht auskühlen. Deshalb ist es gut, wenn Sie an Ihrem Wickelplatz eine Wärmequelle haben, die für wohlige Wärme sorgt. Dann kann Ihr Baby auch ohne Windel und Body noch einige Zeit unbekleidet strampeln.

Aber: Lassen Sie Ihr Baby auf dem Wickelplatz nie ohne Beobachtung. Babys können sich dann doch schneller bewegen, als man denkt.

Jetzt kann ich das auch!
Nach zwei bis drei Lebenswochen hat es Ihr Baby ganz gut im Griff, seine „Innen-Temperatur“ zu steuern. Aber bis zum Alter von etwa 2 – 3 Monaten sollten Sie mit Ihrem Baby bei sehr niedrigen oder sehr hohen Temperaturen nur ganz kurz nach Draußen gehen.

Vaterschaft. Vater werden und Vater sein!

Mit der Ankündigung, dass aus einem Paar eine Familie wird, ändert sich auch im Leben des zukünftigen Vaters sehr viel. Die meisten werdenden Väter sind zuerst einmal verunsichert.

Die Gefühle über die Schwangerschaft sind oft zweigeteilt: Freude und Stolz, Vater zu werden – das ist die eine Seite! Andererseits macht den werdenden Papas die neue Rolle auch Angst. An dem körperlichen Geschehen, das ihre Partnerin mit großer Freude wahrnimmt, können sie nicht direkt teilnehmen. Aber es werden große Erwartungen an sie gestellt: Wenn das Kind da ist, verantwortlich zu sein für die Familie, Zeit zu haben für das Kind, ein sorgender Papa zu sein.

Fehlende Vorbilder
Leider gibt es für die Männer, die gerade Väter werden, noch wenige Vorbilder, die sie selber erleben konnten. Ihre Väter hatten wahrscheinlich nur wenig Zeit, nahmen nicht an Geburtsvorbereitungskursen teil und waren in vielen Fällen auch nicht bei der Geburt anwesend. Ihre Hauptaufgabe, die Ihnen die Gesellschaft früher zugedacht hatte, bestand darin, den Unterhalt ihrer Familie zu sichern. Ein Vater, der während der Geburt mit im Kreißsaal ist, war beinahe unvorstellbar. Da hat sich zum Glück vieles verändert. Das Verständnis in unserer Gesellschaft darüber, was ein guter Vater ist, hat sich in den vergangenen 20 bis 30 Jahren sehr gewandelt. In den meisten Fällen gibt es Orientierungsmöglichkeiten im Freundes- oder Bekanntenkreis. Hier finden sich sicher Beispiele dafür, wie der zukünftige Vater sein will oder welche Fehler er vermeiden will. Sie können auch mit Ihren Freunden, die schon Kinder haben, über ihr neues Familienleben sprechen.

Der Blick in den Bauch
Die werdende Mutter bemerkt schon zu einem frühen Zeitpunkt ihrer Schwangerschaft die körperlichen Veränderungen. Ihr ist möglicherweise oft übel oder sie fühlt sich häufiger müde. Heute gibt es schon bald erste Ultraschall-Bilder vom Baby. Moderne gynäkologische Praxen verfügen über 3D-Ultraschallgeräte, mit deren Hilfe die zukünftigen Eltern ihr Baby von allen Seiten betrachten können. Das ist für den entstehenden Kontakt zum Kind ein wichtiger Schritt. Hier kann der werdende Papa auch sehen, wie sich das kleine Familienmitglied entwickelt. Er kann so zu einem frühen Zeitpunkt an der Schwangerschaft teilnehmen. Und er kann staunen über das Wunder des Lebens! Am besten ist es, wenn die zukünftigen Eltern zusammen die Ultraschall-Termine beim Frauenarzt wahrnehmen. Dann kommt zur „Bild-Aufnahme“ auch noch der Ton: Das ist der Herzschlag ihres Babys.

Die Geburt rückt näher!
Richtig begreifbar wird die Schwangerschaft, wenn das Baby durch die Bauchdecke auf sich aufmerksam macht. Da erkennt man dann die kleinen Fäustchen und Füßchen. Und wenn der stolze Papa seine Hand auf den Bauch seiner Frau legt, dann wird das Baby ganz still! Eine spannende Zeit. Viele Väter nehmen auch dann schon das Gespräch mit dem Kind auf und reden mit ihm! So ist auch die Stimme des Papas für den kleinen Erdenbürger nach der Geburt vertraut und wirkt beruhigend.

Geburtsvorbereitung – auch für Papas wichtig!
Je näher der Geburtstermin rückt, desto häufiger machen sich die Papas Sorgen! Wie werde ich auf die Geburtssituation in Kreißsaal reagieren? Wie werde ich mit dem Baby zurechtkommen? Wie werden wir zusammen als Eltern die täglichen Aufgaben meistern? Das Beste ist der gemeinsame Besuch des Geburtsvorbereitungskurses. Hier können auch die meisten „Väter-Fragen“ beantwortet werden. Jeden Mann, der daran teilnimmt, kann man nur ermuntern, Fragen zu stellen. Und der zukünftige Vater erfährt mehr über die bevorstehende Geburt und wie er, wenn es in die Endphase geht, am besten seiner Frau helfen und unterstützen kann.

Gehe ich mit in den Kreißsaal?
Das ist eine sehr individuelle Entscheidung, ob Sie als der Vater des Kindes zur Geburt mit in den Kreißsaal gehen sollen. Es ist sicher für Sie eine sehr wichtige Erfahrung, die Geburt Ihres Kindes zusammen mit Ihrer Partnerin zu erleben. Aber wenn Sie davor zurückschrecken, dann ist es keine Schande. Besprechen Sie sich mit Ihrer Partnerin. In vielen Fällen nehmen werdende Mütter auch eine Freundin mit in den Kreißsaal, die selber schon eine Geburt erlebt hat.

Partnerschaft zu dritt!
Vor der Geburt war die zukünftige Aufgabenverteilung innerhalb der neuen kleinen Familie sicher auch schon Thema. Es wurde sicherlich besprochen, dass sich „Mann“ an vielen Aufgaben im Haushalt beteiligt und auch seiner Partnerin einiges an Arbeiten abnimmt. Aber häufig sieht dann die Realität nach der Geburt anders aus als das geplante Ideal. Der bekannte Familienforscher Dr. Wassilios Fthenakis sagt: „ Beim Übergang in die Elternschaft tritt in der Aufgabenverteilung eine Traditionalisierung ein.“ Das heißt, auch wenn vor der Geburt Aufgaben im Haushalt partnerschaftlich verteilt waren, erledigt diese Aufgaben in den meisten Fällen dann die Frau alleine. Bitte geben Sie als frischgebackener Vater Ihre guten Vorsätze nicht auf.

Unterstützung ist wichtig!
Für Ihre Partnerin ist das neue Leben mit Kind eine spannende und großartige Veränderung, die neue Lebensphase ist aber auch mit vielen Aufgaben und Verpflichtungen verbunden. Unterstützen Sie Ihre Partnerin mit Hilfestellungen, wie beispielsweise des Einkaufs für die Familie, die Müllentsorgung zu oder die regelmäßige Übernahme von bestimmten Hausarbeiten. Und engagieren Sie sich in der Betreuung und Versorgung Ihres Kindes. Davon profitiert auch Ihre Partnerschaft!
Oft dauert es einige Zeit, bis nach der Geburt alle wieder ihre Position innerhalb der neuen Familie gefunden haben. Das ist ein Prozess, von dem fast alle Paare mit Kind berichten. Genießen Sie die Zeit mit einem Baby im Haus: Für Ihren kleinen Liebling ist es nur von Vorteil, wenn es seinem Vater häufig in der betreuenden und versorgenden Rolle erlebt und wenn seine Mama zufrieden und entspannt ist! Und von jedem Erlebnis mit Ihrem Kind profitieren auch Sie, der Papa!

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Hilfe, mein Baby hat Segelohren!

Kein Grund zur Sorge. Abstehende Ohren sind zwar vererbbar, müssen aber ihre Form nicht unbedingt behalten.

Der noch weiche und biegsame Knorpel wird erst mit der Zeit fester. In den meisten Fällen verändert sich die Form der Ohren noch. Sollten die Segelohren jedoch bleiben und ein Problem für das Kind darstellen, empfiehlt sich eine Korrektur erst mit etwa sechs Jahren.

Vater-Kind-Kuren

Neues Angebot der Krankenkassen: Vater-Kind-Kuren

Väter nehmen ihre Vaterpflichten heutzutage viel ernster als früher. Und sind dann auch genauso erschöpft wie Mütter. Deswegen ist es nur konsequent, wenn die Krankenkassen ab dem 1. April Erholungskuren für Vater und Kind(er) anbieten. Die Beantragung der Kuren soll ganz unbürokratisch erfolgen. Im Angebot ist zum Beispiel ein Kuraufenthlat auf Borkum. Und dabei wird das Seminar "Burn-Out – Wege aus der Krise" angeboten. Da kommen gestreßte Väter wieder in Form.

Mütter-Kind-Kuren – die gibt es selbstverständlich auch weiterhin.

Paris zu Hause und an der Wand

Wem gerade die Zeit fehlt Paris oder Berlin hautnah zu erleben, aber das Verlangen unstillbar groß ist, braucht nicht traurig sein.

Denn die Firma "extratapete" bietet erlesene Städteborten als 4 Meter breite Panoramen an.

Und weil diese auch noch selbstklebend sind, ist auch das Anbringen kinderleicht!

extratapete.de

Mode zum Liebhaben

Mode ist immer eine Frage der Definition. Und genau hier sticht das deutsche Modelabel "Naketano" heraus. Denn die Idee hinter der Kollektion, ist es Kleidungsstücke zu entwerfen, die zu absoluten "Lieblingsteilen" werden sollen. Also genau das, was eigentlich immer gesucht-, aber selten gefunden wird! Mehr dazu: naketano.de

Affenliebe


De aale Aap…

Der possierliche Holz-Affe mit seinem verschmitzten Gesicht und dem hellen Bauch hat seit 1951 schon viele Kinderzimmer verzaubert. Mit seinem zeitlosen Design und der besonders wertigen Verarbeitung kann er sich bereits seit Generationen erfolgreich gegen zeitgeistiges Spielzeug zur Wehr setzen.

Alles weitere auf lagomwhite.de.

Ernährung nach der Stillzeit

Die beste Ernährung für Ihr Kind
In den ersten 4 bis 6 Lebensmonaten ist für Ihr Kind die Muttermilch die allerbeste Ernährung. Sie enthält alles, was das Kind für eine gesunde Entwicklung braucht.

Wenn Sie mit dem Stillen gut zurecht kommen, dann brauchen Sie auch keine weitere Nahrungsergänzung. Nur klappt das nicht bei allen jungen Müttern ganz reibungslos. Wenn Sie Anfangs-Milchnahrung geben wollen oder müssen, weil zum Beispiel Ihre Milch nicht reicht, dann gibt es geeignete Produkte, die eine gute Alternative zur Muttermilch darstellen.

Zeit für den ersten Brei
Mit dem Älterwerden Ihres Kindes ändern sich auch seine Bedürfnisse und Ansprüche. Jetzt, wenn Ihr Kinde so etwa 6 Monate alt ist, reichen die im Mutterleib angelegten Eisenvorräte nicht mehr und der Kalorienbedarf wächst. Und das kindliche Verdauungssystem ist jetzt so ausgereift, dass es mit anderen Lebensmitteln als Milch fertig wird. Jetzt können Sie langsam beginnen, Ihr Kind an Breie zu gewöhnen. Das wird sicher nicht von einem Tag auf den anderen passieren. Auch das braucht seine Zeit. Beginnen Sie mit einigen Löffeln. Wenn Ihr Kind nicht will, dann verschieben Sie den nächsten Versuch um einige Tage. In der ersten Zeit klappt es mit dem Füttern am besten, wenn Ihr Kind auf Ihrem vertrauten Schoß sitzen darf. Wenn das Füttern gut klappt, kommt der „Umzug“ in den Hochstuhl. Und dann kommt als nächster Abschnitt der Weg vom Füttern zum selbständigen Essen.

Der Kampf mit dem Löffel
Ja, am Anfang ist das Essen mit dem Löffel eher ein Kampf, den aber das Kind eher spielerisch für sich entscheidet, während die Eltern oft ziemlich verkrampft auf das reagieren, was der kleine Liebling mit dem Essen anstellt. Aber auch das geht vorbei. Nur Üben macht für Ihr Kind den Umgang mit dem Löffel leichter.
Um etwas vorbereitet zu sein, hier einige Tipps:
Spielen ist erlaubt: Seien Sie ganz entspannt, wenn Ihr Kind mit seinem Essen etwas experimentiert, vielleicht die bereits zerkaute Banane wieder auf den Löffel bringen will, um den Geschmack noch einmal zu probieren. Oder seine Fingerchen zusammen mit dem Brei in den Mund steckt. Diese Experimente sind wichtig für die sinnliche Wahrnehmung von Essen.
Ihr Kind hungert nicht: Auch wenn die Hälfte auf dem Teller oder sonst wo bleibt, ihr Kind leidet keinen Hunger und wird satt. Gut ist es, wenn die Eltern zusätzlich zu den eigenen Bemühungen des Kindes mit dem Löffel füttern, solange der Umgang mit dem Besteck noch nicht so sicher ist. Wenn der Umgang mit dem Löffel dann klappt, können Sie darauf verzichten.
Der Teller muss nicht leer werden: Es sind überkommene Erziehungsziele, die darin bestehen, den Teller immer leer zu essen. Das führt nur zu falschem Essverhalten. Wenn das Kind satt ist, auch wenn der Teller noch gefüllt ist, sollte das kein Drama sein. Lieber beim nächsten Essen mit einer kleineren Portion anfangen.
Rituale beim Essen: Am besten gewöhnt man Kinder an das selbständige Essen, wenn es feste Regeln gibt. Eine Regel könnte darin bestehen, dass nur bei Tisch, sitzend im Stühlchen gegessen wird. Nicht während des Spielens und nicht während des Fernsehens. Schön ist es, wenn sich zu den Mahlzeiten die Familie versammelt und wenn dann alles andere außer Essen zur Nebensache wird. Also: Kein Telefon, keine Zeitung, kein Fernsehen.

Ein Blick auf die Kalorien
Jeder 5. Erstklässler ist zu dick. Einige der Kilos, die als zuviel die Waage belasten, werden in den allerersten Lebensjahren schon angefuttert. Deswegen hier eine kleine Orientierungshilfe: Mit einem Jahr kommt ein Kind täglich mit etwa 850 Kalorien aus. Hier gibt es eine Bandbreite zwischen 550 und 1100 Kalorien als Tagesbedarf. Mit zwei Jahren liegt dann der Kalorienbedarf bei etwa 1050 (zwischen 700 und 1400) Wenn Ihr Kind 3 ist, sollte es mit 1250 Kalorien auskommen.

Immer hängt der Energiebedarf auch vom persönlichen Verhalten des Kindes ab. Ein Kind, das gerne und viel rumtobt und läuft, braucht mehr als Kinder, die den Tag mit Fernsehschauen verbringen.

Wenn sich Ihr Kind gerade in einer Wachstumsphase befindet, dann kann es einige Tage immer hungrig sein. Ein Wachstumsschub kann sich dadurch bemerkbar machen, dass sich Ihr Kind nicht recht wohl fühlt in seinem Körper, es ist dann vielleicht quengeliger und unruhiger als sonst. Nach einer Wachstumsphase wird es zu seinem normalen Essverhalten zurückkehren.