Wann ist eine Schwangerschaft eine Risiko-Schwangerschaft?
Die meisten Babys kommen gesund zur Welt
Tatsächlich kommen 95 Prozent der in Deutschland geborenen Kinder gesund zur Welt. Die hohe Anzahl von so genannten „Risikoschwangerschaften“ lässt sich allerdings unter anderem dadurch erklären, dass viele Paare heutzutage Kinder erst recht spät einplanen.
Risikoschwangere erhalten als Konsequenz durch die Krankenkassen über die Standardleistungen hinaus weitere ärztliche Leistungen, wie häufigere Kontrollen, Überweisungen an entsprechende Spezialisten, den Einsatz weiterer diagnostischer Mittel wie zum Beispiel Fruchtwasseruntersuchung, Hormonanalysen oder gegebenenfalls die Einweisung in ein Geburtshilfliches Zentrum mit intensivmedizinischer Betreuung.
Was macht eine Schwangerschaft zum Risiko?
Folgende Faktoren führen unter anderem zur Einstufung einer Risikoschwangerschaft:
- Alter unter 18 Jahre oder über 35 Jahre (Erstgebärende) beziehungsweise über 40 Jahre (Spätgebärende)
- Mehrlingsschwangerschaften
- Frauen die schon mehr als vier Kinder geboren haben
- Schwangerschaft nach einer Sterilitätsbehandlungen
- Zwei oder mehr der Schwangerschaft vorausgehende Fehlgeburten
- Komplikationen bei früheren Geburten
- Rhesus-Unverträglichkeit
- Lageanomalien des Kindes im Mutterleib
- Schwangerschaftsdiabetes, Schwangerschaftsbluthochdruck
- Anhaltender Medikamenten-, Alkohol-, Nikotin- oder anderer Drogenkonsum
- Verzögertes Wachstum oder abnorm großes Kind
- Veränderungen des Fruchtwassergehaltes
- Akute Allgemeinerkrankungen oder Infektionen
- Gebärmutterhalsschwäche
- Niereninsuffizienz bzw. fehlende Organe wie eine Niere
- Gerinnungsstörungen des Blutes
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