Musizieren verändert das Gehirn
Mit welcher Geschwindigkeit sich bestimmte Regionen im Gehirn durch Musizieren vernetzen ist erstaunlich: Experten zufolge bilden sich bereits nach wenigen Minuten Üben an einem Instrument neue Nervenverbindungen.
Geschärft wird vor allem die Sinneswahrnehmung.
Bei Klavier-Anfängern etwa lassen sich schon nach 20-minütigem Üben nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie neue Nervenverbindungen nachweisen: Großhirnbereiche für Hören, Sinneswahrnehmung und Bewegung verknüpften sich verstärkt.
Nach fünf Wochen zeige sich eine weitere Anpassung: Beim Hören von Musik werden den Experten zufolge nun Regionen im Großhirn aktiv, die für die Steuerung der Hand zuständig sind. Umgekehrt aktiviere das Spielen auch auf einer „stummen Klaviertastatur“ die für das Hören zuständigen Regionen.
Bei Spitzenmusikern sei das Gehirn sogar auf verschiedene Instrumente spezialisiert: Bei Trompetern etwa reagierten bestimmte Nervenzellen stärker auf Trompetentöne als auf den Klang einer Geige. Bei Geigern sei es genau umgekehrt.
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