Schulängste weit verbreitet

Die überwältigende Mehrheit der Kinder in Deutschland fühlt sich nach eigenen Angaben wohl.

Viele der Jungen und Mädchen im Alter zwischen neun und 14 Jahren klagen aber auch über Stress in der Schule und Übergewicht. Dies ist das Ergebnis des „LBS-Kinderbarometer 2007“, die jetzt in Berlin vorgestellt wurde. Dafür wurden 6000 Kinder in sieben Bundesländern zu ihrem Befinden befragt.
Vor allem im Freundeskreis und in der Familie fühlt sich das Gros der Kinder gut. Fast 90 Prozent sagten, das Wohlbefinden im Freundeskreis sei gut bis sehr gut. Für die Familie lag der Wert bei immerhin 71 Prozent.
Über die Schule äußerte sich dagegen nur jeder Zweite positiv. Ein wichtiger Grund dafür dürfte der Leistungsdruck sein. So rangiert die Angst vor Schulversagen unter den aktuellen Ängsten der Kinder an erster Stelle. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. In Bayern – das beim internationalen Pisa-Test bundesweit am besten abgeschnitten hatte – fürchten sich knapp 40 Prozent der Viert- bis Siebenklässler vor schlechten Noten. Die Studie zeigt zudem, dass Mobbing in den Schulen weit verbreitet ist. Fast ein Fünftel der Kinder wurde im Verlauf einer Woche von anderen Kindern bloßgestellt. Jedes dritte Kind berichtete von Beleidigungen und Hänseleien. Erschreckend hoch ist mit 20 Prozent der Anteil der Schüler, die sich von Lehrern blamiert fühlen.
Gezielt wurde in der Studie auch nach dem Gesundheitsbefinden der Schüler gefragt. Zwei Drittel der Kinder halten sich für fit. Jeder Dritte klagte jedoch über gelegentliche und sogar häufige Erkrankungen durch Stress. Vor allem Kopfschmerzen, Allergien und Bauchschmerzen plagen die Kinder.

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