Gefährliche Fette in der Nahrung
Als gehärtetes oder zum Teil gehärtetes Fett verstecken sie sich in Keksen, Snacks und Blätterteig. Sogenannte Transfette begünstigen schon in geringen Mengen Arteriosklerose und Herzinfarkte. Eine deutlichere Kennzeichnungspflicht und Grenzwerte sollen die Verbraucher warnen.
Wissenschaftler der Universität Jena haben vor zu hohen Mengen schädlicher Fettsäuren in Keksen, Kartoffelchips und Blätterteig gewarnt. Bestimmte ungesättigte Fettsäuren stehen im Verdacht, Erkrankungen wie Arteriosklerose und Herzinfarkt zu begünstigen. Diese sogenannten Transfettsäuren kämen in Milch, Milchprodukten und Fleisch vor, entstünden aber auch beim Härten von pflanzlichen Ölen, teilte die Universität mit.
Experten fordern eine Kennzeichnungspflicht für Transfettsäuren in Lebensmitteln. Die Jenaer Wissenschaftler hatten mehr als 800 Lebensmittel untersucht und dabei bei etwa jedem Fünften einen leicht bis stark erhöhten Transfettsäure-Gehalt festgestellt. Bis zu drei Gramm der Substanz pro Tag seien in Ordnung.
Handelsübliche Bechermargarinen seien arm an Transfettsäuren, sagte Jahreis. Anders sehe dies bei Margarine im Würfel aus. Formulierungen auf den Verpackungen wie „enthält gehärtetes Fett“ oder „pflanzliches Fett, zum Teil gehärtet“ weisen laut Jahreis auf die schädlichen Transfettsäuren hin.
Eine Kennzeichnungspflicht für Transfette gibt es zum Beispiel in Dänemark.
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