Streitthema Haushalt
In vielen jungen Familien herrscht, wenn es um das Thema Waschen, Putzen, Bügeln geht, immer noch die klassische Rollenverteilung: die Frau führt den Haushalt, der Mann geht arbeiten und „bringt das Geld nach Hause“.
Eine Familienstudie der LBS Westdeutsche Landessparkasse hat ergeben, das dies gerade bei jungen Frauen, die gerade Mutter geworden sind, zu erheblichem Streß in der Beziehung führt.
Im Rahmen dieser Studie werden 175 Paare von der Schwangerschaft bis zum 7. Jahr nach der Geburt begleitet.
Münchner Familienforscher fanden ebenfalls heraus, dass sich mit einer Geburt die Belastung durch Haushaltsaufgaben weiter zu Ungunsten der Mutter verschiebt. Die Forscher untersuchten die Beteiligung beider Elternteile an Haushaltsarbeiten (wie Einkaufen, Kochen, Putzen, Gäste bewirten etc.) und kamen zu dem Ergebnis, dass junge Mütter immer noch den Löwenanteil an Hausarbeit und Kinderbetreuung leisten.
Kommt ein zweites Kind hinzu, wird die Belastung der Frau sogar noch größer. Bereits während der Schwangerschaft steigt dieser Anteil an. Ist das Kind dann drei Jahre alt, leistet die Mutter im Durchschnitt zwei Drittel aller im Haushalt anfallenden Arbeiten.
Laut Studie gilt dies ganz besonders für Familien mit geringem Einkommen, in denen die Verteilung der Hausarbeit fest gefügten, traditionellen Regeln folgt.
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