Nicht ein Schlückchen in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft werden mehr Neugeborene durch Alkohol geschädigt als durch die Einnahme von Medikamenten.

Dazu veröffentlichte die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) Zahlen, nach denen 58 Prozent aller schwangeren Frauen Alkohol trinken.

Davon nahmen 78 Prozent seltener als ein Mal im Monat Alkohol zu sich, jede fünfte befragte werdende Mutter jedoch ein Mal pro Woche. Ein Ergebnis der Befragung war besonders überraschend: Der Alkoholkonsum während einer Schwangerschaft steigt mit zunehmendem Alter und höherem Schulabschluss signifikant an. Aber warum ist Alkohol eigentlich SO gefährlich für das ungeborene Kind?

Der Alkohol erreicht das Kind in der gleichen Konzentration wie die Mutter und kann nicht vom Mutterkuchen gefiltert werden.

Jährlich kommen in Deutschland mindestens 3.000 Babys mit dem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS) auf die Welt. Das bedeutet, sie sind geistig und körperlich unterentwickelt und zudem oft sprach- und verhaltensgestört. Für werdende Mütter ist es also am sichersten, wenn sie während der gesamten Schwangerschaft abstinent leben, da bisher noch nicht ausreichend erforscht ist, in welchem Stadium der Schwangerschaft welche Menge Alkohol gefährlich ist.

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